Die Fragen des Tages

Noch nicht ganz. In Rheinland-Pfalz ist das Gesetz, in dem die Gründung der Pflegekammer verankert ist, vom Landtag von allen Parteien einstimmig verabschiedet worden. Ein Gründungsausschuss ist von...
Seit der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes von 2002 ist Pflege (dreijährige Ausbildung auch in der Alten- und Kinderkrankenpflege) ein Heilberuf und fällt unter das Heilberufe(kammer)geset...
Die Pflichtmitgliedschaft in der Pflegekammer ist notwendig, weil die Selbstverwaltungsrechte nur dann an die Berufsgruppe der Pflegenden übertragen werden können, wenn sie nicht einer Minderheit ü...
Seit fast 20 Jahren sind engagierte Pflegekräfte, die sich berufspolitisch einsetzen, für eine Pflegekammer unterwegs. Fördervereine wurden gegründet, um die Politiker und weitere Pflegende für d...
Nein, eine Pflegegesellschaft, wie sie z. B. vom Forum Pflegegesellschaft in Schleswig-Holstein vorgeschlagen wird, wäre vor allem ein Interessenvertreter von Leistungsanbietern der Pflege. Die Leist...
Nein, dann ruht die Mitgliedschaft und damit auch die Beitragspflicht....
Der Beitrag zur Pflegekammer richtet sich nach dem Einkommen. Das Niedersächsische Sozialministerium hat einen Beitrag zwischen 4,00 Euro bis 8,00 Euro monatlich kalkuliert, der für eine funktionier...
Nein, die originären Aufgaben der Gewerkschaften bleiben von der Pflegekammer unberührt. Pflegekammern verhandeln keine Tarife und verhandeln auch sonst nicht mit den Arbeitgebern. Dieses Aufgabenfl...
Mitglied werden können nur mindestens dreijährig examinierte Altenpflegerinnen und Altenpfleger, Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin...
Hierzu gibt es höchstrichterliche Entscheidungen, dass es legitim sein kann, Pflichtmitgliedschaften zu fordern.\r\n \r\nDas Grundrecht des Art. 2 Abs. 1 GG soll verhindern, dass Menschen von unnöt...
Nein, es können nur natürliche Personen Mitglied einer Heilberufekammer werden....
Die Alternative zu warten, bis der Staat, gewählte Politiker oder andere Entscheidungsträger Dinge regeln, die uns weiterbringen, ist keine Lösung. Seit fast zwanzig Jahren kämpfen Pflegende für ...
Nein, es geht nicht darum, überflüssige Posten zugunsten Einzelner zu schaffen, die daran verdienen, ohne eine sinnvolle Gegenleistung für alle von der Pflegekammer Betroffenen zu erbringen. Dieses...
Ihr Engagement ist sehr gefragt. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, die am Aufbau der Pflegekammer deutlich werden:\r\n \r\n\r\nKammerversammlung\r\nKammervorstand\r\nAusschüsse und Arbeitskre...
Die Finanzierung von Fortbildungen, die durch eine Pflegekammer gefordert werden, wird oft durch Arbeitgeberverbände, wie dem bpa (Bundesverband Privater Anbieter Sozialer Dienste) gegen die Errichtu...

17.01.2014 Flashmobs im WDR auf Frau-TV: "Jeder hat das Recht auf die Toilette zu gehen!"

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Der Flashmob "Pflege am Boden" mag nur eine schlaglichtartige Erscheinigung für ganze 10 Minuten sein. Aber jetzt steht fest: Jeder zweite Samstag im Monat ist Flashmobtag für die Pflege von Menschen in ganz Deutschland.

 

Der vierte Flashmob am 11. Januar 2014 hat nun die Aufmerksamkeit des öffentlich-rechtlichen Fernsehens gefunden, die sonst nur Pflegekritikern wie Claus Fussek zuteil wird, der sich immer wieder verständnislos über das Stillschweigen der Pflegeberufe gewundert hatte. Nun bekommt er eine Antwort auf sein sehr berechtigtes Anliegen.

 

Seit Oktober 2013 haben sich in monatlichen Flashmobs in mittlerweile 75 deutschen Städten Pflegerinnen und Pfleger für 10 Minuten auf den Boden gelegt, um die Bevölkerung, die Presse und die Politik symbolisch darauf aufmerksam zu machen, dass die Pflege buchstäblich am Boden liegt.

 

Das die Pflege nach wie vor als Frauenberuf gilt mit typischen Merkmalen wie geringe Bezahlung und hohem Anteil an Teilzeitbeschäftigten, mag hier den Ausschlag gegeben haben, denn das Magazin Frau-TV des WDR hat den entsprechenden Beitrag ausgestrahlt. Der Protest klingt leise und wenig fordernd. Aber die Worte sind erschütternd.

 

"Für einen Toilettengang sind beispielsweise drei Minuten eingeplant", informiert die Kommentatorin. "In drei Minuten schaffen Sie das nicht, mit einem älteren Menschen zur Toilette zu gehen. Und die Zeit wird einfach eingespart. Das bedeutet, der Bewohner bekommt eine Vorlage bzw. eine Windel an und wird einfach nicht mehr zur Toilette geführt. Und das ist unmöglich! Das ist menschenunwürdig in meinen Augen, weil, jeder hat das Recht auf die Toilette zu gehen. Und wenn er Hilfe benötigt, dann hat er diese Hilfe gefälligst auch zu bekommen." So beschreibt die Altenpflegein Daniela Engelmann aus Dortmund die Realität alter Menschen und ihrer Pflegekräfte in Pflegeheimen.

 

Der Protest "Pflege am Boden" ist leise, aber er greift mehr und mehr um sich - wie die zunehmende Überforderung der Pflegekräfte und die gesellschaftlich und politisch unverantwortliche Vernachlässigung pflegebedürftiger Menschen in Deutschland.

 

Schauen Sie sich hier den wenige Minuten langen Fernsehbericht im WDR an: Frau-TV - Pflege am Boden

 

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